Feigenbaum

Der Feigenbaum (Ficus carica) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, wahrscheinlich aus Südwestasien, von wo aus sie in den meisten Teilen der Welt bis zum gesamten Mittelmeerraum vorkommen. Sie erinnern an mediterrane Landschaften, aber auch in Deutschland nimmt die Zahl dieser liebevollen Pflanzen stetig zu. Aufgrund einiger Fähigkeiten und Techniken können Feigen auch in diesem Land angebaut werden und den Winter erfolgreich überleben. Als Adam und Eva versuchten, ihre nackten Körper im Himmel mit Feigenblättern zu bedecken, hatten Feigen bereits eine wichtige Rolle in der Bibel gespielt. Der Feigenbaum ist eine warmliebende Pflanze, die im warmen und trockenen Sommer reichlich süße Früchte trägt. Kalte Tage im Sommer und die Kälte im Winter wirken sich jedoch auf kälteempfindliche Pflanzen aus. Im Allgemeinen sind Feigenbäume aber pflegeleicht und werden selten Opfer von Schädlingen und Krankheiten. Der Schlüssel ist, einen geeigneten Ort im Garten zu finden. Suchen Sie sich einen geschützten und sonnigen Ort für Ihren Feigenbaum, z. B. die Südseite eines Hauses oder eine Wand, die der Sonne ausgesetzt ist. Feigenbäume  haben keine besonders hohen Anforderungen an den Boden, idealerweise einen schwach sauren pH zwischen 6,0 und 7,0 und sandigen Lehm. Der Frühling ist die ideale Zeit, um draußen einen Feigenbaum zu pflanzen, da die mediterranen Bäume den ganzen Sommer über Zeit haben, sich an ihren neuen Standort anzupassen. Obwohl die Sommer in Feigenanbaugebieten sehr trocken sein können, müssen Pflanzen, die sich gerne warm halten, regelmäßig gewässert werden, insbesondere während der Fruchtbildung. Um zu verhindern, dass Feigen im Spätsommer ihre Früchte vorzeitig abwerfen, lohnt es sich, den Feigenbaum gelegentlich zwischen April und September zu düngen. Feigenbäume sind keine Bäume, die zwangsläufig zurückgeschnitten werden müssen. Wenn die Äste jedoch so sehr verdichtet sind, sollten die Feigenbäume normalerweise erst im Frühjahr geschnitten werden, damit die Feigenbäume vor dem Winter genügend Zeit haben, sich zu erholen. Die Früchte des Feigenbaums reifen nicht gleichzeitig. Umso wichtiger ist es, reife Feigen zu identifizieren. Normalerweise sind die ersten Feigen im Frühjahr zu sehen, aber zu diesem Zeitpunkt sind sie noch hart und grün. Erst nach der Befruchtung beginnen sie zu wachsen und ihre Farbe zu ändern. Je nach Sorte färbt sich die Frucht lila bis hellgrün-gelb. Feigen werden nicht lange gelagert und sollten so schnell wie möglich gegessen werden.

Einer von insgesamt vier unserer Feigenbäume.